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Die TÜV-Prüfungen lassen sich in drei Gruppen einteilen:
1. Die regelmäßige Hauptuntersuchung nach § 29 StVZO.
2. Die technischen Änderungen nach§19 StVZO bzw. § 21 StVZO.
3. Die Voll- oder Einzelabnahme nach § 21 StZVO von Importfahrzeugen, Eigenbauten oder Motorrädern, die länger als ein Jahr abgemeldet oder noch nie (in Deutschland) zugelassen waren.
* Alle zwei Jahre müssen Leichtkrafträder, Roller und Motorräder zur Hauptuntersuchung. Kosten derzeit 32 Euro.
* Motorräder, die nach dem 1.1.1962 erstmalig in Betrieb genommen wurden, brauchen eine Blinklichtanlage. Ab dem 1.1.1988 ist für Neufahrzeuge ein Bremslicht und seit dem 1.1.1990 ein linker und rechter Rückspiegel vorgeschrieben.
* Ab dem 1.1.1989 werden nur noch Motorräder mit einem Abgasgutachten zugelassen. Das ist auch bei Nachrüst- Auspuffanlagen zu beachten, die auch diesbezüglich geprüft sein müssen. Hier sei auch noch mal darauf hingewiesen, dass bei Nachrüstanlagen der Fahrgeräuschwert gemäß ABE des Fahrzeuges nicht überschritten werden darf.
* Entstörte Kerzenstecker und Zündkerzen sind grundsätzlich erforderlich.
* Eintragungen, nach Paragraph 19. Abs.2 der StVZO, sind für fast alle nicht serienmäßigen Fahrzeugbauteile erforderlich. Ohne ABE oder Gutachten werden normalerweise keine Umbau-, Nachrüst-Bauteile oder andere Reifen vom TÜV abgenommen.
Kosten 25 bis 50 Euro.
Allerdings sei erwähnt, dass der Sachverständige im Prinzip fast alles prüfen und eintragen kann. Hier empfiehlt sich die Suche nach einem "Spezialisten", der auf dem gewünschten Terrain besonderen Sachverstand hat.
* In Voll- oder Einzelabnahme werden Neufahrzeuge ohne ABE, neue und gebrauchte Importfahrzeuge, Eigenbauten und alle Fahrzeuge, die länger als 18 Monate (Kosten ca. 100 Euro) abgemeldet waren, begutachtet.
Wer einen Motorroller selbst importieren will, sollte sich vorher mit der TÜV- Stelle in Verbindung setzen und abklären, welche Dinge zu beachten sind und wie teuer der Spaß wird. Das Gleiche gilt auch für Eigenbauten, Oldtimer oder Fahrzeuge ohne Papiere.
Bilder / Text mit freundlicher Genehmigung von www.motorradsport-bundestag.de
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