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Ein Motorroller, der es zu einem Kultklassiker geschafft hat |
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Einige Fahrzeuge erobern nicht nur unsere Straßen, sondern auch unsere Herzen. So wie die klassischen Motorroller der italienischen Marke Vespa, die das italienische Unternehmen Piaggio im Jahre 1946 auf den Markt gebracht hat. Seinen Ruhm hat die Vespa insbesondere dem Film "Ein Herz und eine Krone"/ "Roman Holiday" (1953), mit Audrey Hepburn und Gregory Peck in den Hauptrollen, zu verdanken. In einer romantischen Szene fahren die Beiden auf einer Vespa durch die malerischen römischen Straßen. Auch wenn Sie kein großer Fan von Filmromanzen sind und lieber fat santa spielen, nehmen Sie sich Zeit für diesen Film. Obwohl der Motorroller, dem dieser Artikel gewidmet ist, auf der Kinoleinwand nur kurz zu sehen ist, wurde er auf dem Filmplakat abgebildet. In kurzer Zeit werden rund 100.000 Vespas verkauft. Das erschwingliche Fahrzeug wird zur Ikone und Symbol von “La Dolce Vita”, “Lebensfreude” und “Freiheit”.
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Die Geschichte der Vespa: Vom Massentransportmittel zur Ikone
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Die italienischen Vespa Motorroller, die seit mehr als 60 Jahren von Piaggio & Co. hergestellt werden, sind nach wie vor ikonische Motorroller, die weltweit beliebt sind. Die Geschichte der Marke Vespa ist untrennbar mit der Geschichte des Unternehmens Piaggio verbunden. Im Italien der Nachkriegszeit gab es eine Nachfrage nach einem einfachen und erschwinglichen Massentransportmittel. Autos und große Motorräder kamen nicht in Frage, da man sich nur ein Fahrrad oder einen Motorroller leisten konnte. Enrico Piaggio, der Direktor des toskanischen Unternehmens Piaggio & Co. beschloss, die Luftfahrtindustrie zu verlassen, um Italiens Bedürfnis nach einem modernen und erschwinglichen Transportmittel zu befriedigen. 1943 erschien bei Piaggio der erste Motorroller. Der erste Prototyp eines Motorrollers wurde vom Ingenieur Renzo Spolti entwickelt. Dieser Motorroller wies jedoch wenig Ähnlichkeit mit der heutigen Vespa auf. Er trug die Werksbezeichnung MP5 (Moto Piaggio Nr. 5). Das Fahrzeug hatte den Spitznamen "Paperino". Die Italiener nannten es "Donald Duck" bzw. "Entchen". Allerdings blieb Enrico mit Paperino unzufrieden. Für die weitere Entwicklung des Fahrzeuges war der Luftfahrtingenieur Corradino D'Ascanio verantwortlich, der sich vorher mit der Konstruktion von Hubschraubern beschäftigte. Der 1946 auf den Ruinen einer Flugzeugfabrik gebaute Motorroller, der wegen seiner Ähnlichkeit mit einer Wespe "Vespa" genannt wurde, wurde in den fünfziger Jahren zu einem echten Symbol Italiens. Ursprünglich sollte der neue Motorroller ebenfalls Paperino heißen, aber Enrico Piaggio rief beim Anblick des Modells auf Italienisch "Sembra una Vespa!" ("Es sieht aus wie eine Wespe!") aus. Dies war die Geburtsstunde der Vespa. Das Hauptmerkmal der Vespa von 1946 war ihre rahmenlose Konstruktion. Die Funktion des Rahmens wurde von der tragenden Karosserie übernommen. Aus gestanzten Stahlteilen geschweißt, ähnelte seine Architektur einer tragenden Autokarosserie. In vielerlei Hinsicht spielte die Erfahrung von D'Ascanio aus der Luftfahrttechnik eine Rolle. Der Motor für die Vespa kam ebenfalls aus der Luftfahrt. Der Zweitaktmotor mit einem Hubraum von 98 Kubikzentimetern und einer Leistung von 3,3 PS wurde früher in Flugzeugen als Anlasser für die Hauptmotoren eingesetzt. Der Motor war an der Seite mit einer Abdeckung versehen, die aus Gründen der Symmetrie auch auf der anderen Seite angebracht war. Der Motor, der sich auf der rechten Seite unter einer gestanzten Abdeckung befand, schwang zusammen mit dem Antriebsrad auf einer Pendelgabel. Der Vespa-Roller hatte keinen Rückwärtsgang; der Benzintank befand sich hinten und das Reserverad war links unter der Motorhaube angebracht. Das Getriebe war ein Dreiganggetriebe, das mit einem Drehgriff am Lenker geschaltet wurde. Die Nachfrage nach der Vespa wuchs von Jahr zu Jahr und daraufhin erschienen weitere neue Modelle der Vespa. Im Jahr 1948 eine Version mit 125-cm³- Motor und einer Leistung von 4 PS sowie 1953 mit 150-cm³-Motor und einer Leistung von 5,5 PS. In den 1960er Jahren waren Vespa-Motorroller eng mit der Mods-Kultur in Großbritannien verbunden. 1979 geschah das Unerhörte: Vespa nahm am berühmten Paris-Dakar-Rennen teil. Dank ihres stilvollen Designs und ihrer Erschwinglichkeit wurde die Vespa zum erfolgreichsten Motorroller der Welt und zu einem Kultobjekt ersten Ranges. Auch heute produziert das ikonische Unternehmen mit Sitz im toskanischen Pontedera noch diesen berühmten Motorroller.
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Die Vespa auf der Kinoleinwand
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Ohne die Übersicht der Filme mit Vespa wäre unser Artikel unvollständig. Nach einem Auftritt in "Ein Herz und eine Krone"/"Roman Holiday" wurde die Vespa von einer Filmrequisite zu einem Star. Sieben Jahre später erschien "La Dolce Vita" von Federico Fellini. Andere berühmte Filme und Serien, in denen die Vespa präsent war, sind "Mamma Roma" (1962), "Roma" (1972), "American Graffiti" (1973), "Der talentierte Mr. Ripley" (1999), "102 Dalmatiner" (2000), "The American" (2010), "Transformers 5" (2017), "Luca" (2021), und "The White Lotus" (2021). Mit Sicherheit wird man den Kultroller auch zukünftig noch weiter auf der Leinwand sehen.
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Foto von Claudio Schwarz auf Unsplash / 08.04.2024
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