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"Geteilte Freude ist doppelte Freude" ..... und doppelte Verantwortung !

 

 

 


 

 

Der/die Beifahrer/in beweist sehr viel Vertrauen, sich hinten drauf zu hocken. Wer dieses Vertrauen nicht aufs Spiel setzen will, muss schon so fahren, wie es Sozius oder Sozia richtig finden. Dem Beifahrer durch besonders "sportliche" Fahrweise imponieren zu wollen, löst fast immer eine "Vertrauenskrise" aus und bewirkt das genaue Gegenteil dessen, was der Fahrer/die Fahrerin beabsichtigt hat.

 

 

 

 

Beifahrer/in vor der Fahrt einweisen

  • Wichtig ist es, den ungeübten Suzius/Sozia schon vor der Fahrt darauf aufmerksam zu machen, was unterwegs wichtig sein könnte. Das beginnt bereits beim richtigen Festhalten. Grundsätzlich sollten Fahrer/in und Beifahrer/in eine Einheit bilden. Das geht am besten, wenn der/die Beifahrer/in eng an den/die Fahrer/in heranrückt und seine Hände an dessen/deren Hüften legt - besser noch ihm/ihr um die Hüften fasst. Also bitte keine Berührungsängste! So kann er/sie sich beim Beschleunigen festhalten,... sich beim Bremsen schnell zusätzlich am Tank abstützen,... beim Kurvenfahren leicht die gleiche Schräglage wie der/die Fahrer/in einnehmen.
  • Sozia oder Sozius fahren auf dem Zweirad aktiv. Es sollte daher  möglichst auch das Verkehrsgeschehen mitverfolgt werden. wobei jedoch spontane Bewegungen vermieden werden sollten.
  • Solange  der/die Fahrer/in auf der Maschine sitzt, behält der/die Beifahrer/in seine/ihre Füße auf den Fußrasten - auch an der Ampel oder im Stau.
    Die Deutung von Klopfzeichen erspart sich, wer in eine Gegensprechanlage investiert. Vor der Fahrt sollte der/die Sozius/a jedoch auf alle Fälle mit dem Fahrer zumindest zwei Zeichen ausmachen: eines für “bei nächster Gelegenheit anhalten”, ein anderes für “sofort anhalten, Notfall”. (z.B. wenn vergessen wurde, den Helmriemen zu schließen oder es rührt sich ein menschliches Bedürfnis oder der Rucksack steht noch am Bikertreff oder....).

Aufsteigen:

  • (Die folgenden Hinweise betreffen natürlich insbesonders sogenannte Maxiroller, da sich der/die Sozius/a ansonsten natürlich auch von hinten mit einem eleganten Beinschwung auf den Roller setzen kann ).
  • Aufgestiegen wird grundsätzlich von der linken Seite des Motorrollers (von hinten betrachtet). Der Fahrer sitzt hierbei schon auf dem Roller und sollte mit beiden Füssen auf dem Boden stehen um einen festen Stand zu haben. Nicht vergessen : falls vorhanden die Soziusrasten vorher ausklappen ;-)).
  • Der Fahrer neigt nun den Roller die Maschine leicht nach rechts. Der/die Sozius/a kann jetzt sollte zügig aufsteigen: Linken Fuß auf die linke Raste/Fußablage, an der Schulter des Fahrers festhalten. Kurze Frage “Kann ich?” und bei Bestätigung aufsteigen. Dabei den Oberkörper möglichst schnell über die Längsachse des Rollers bringen. Rechtes Bein über den Sattel und auf die Raste/Fußablage - und fertig ist!
  • Losgefahren wird aber erst, wenn der Der Fahrer sich vergewissert hat, dass der/die Sozius/a richtig sitzt - per Zeichen oder Nachfrage. Erst dann wird gestartet.

Motorroller optimal vorbereiten

  • Das zulässige Gesamtgewicht (siehe Fahrzeugschein) ist beim Fahren mit Sozius/a und Gepäck schnell erreicht. Nötigenfalls wiegen. Die Federbeine an die Zuladung anpassen: Einstellung der Federbasis und Zugstufendämpfung. Luftdruck am Hinterrad um 0,2 bar erhöhen. Eventuell Scheinwerfereinstellung korrigieren.

Mit geändertem Fahrverhalten rechnen :

  • Im Soziusbetrieb ändern sich die Fahreigenschaften des Motorrollers durch das zusätzliche Gewicht und die vergrößerte Fläche erheblich.
  • Wer nur einen leistungsschwache Maschine bewegt, muss mit längeren Überholwegen rechnen.
  • Das  Leistungsgewicht wird halt ungünstiger. Mehr Masse macht die Maschine träger bei plötzlichen Ausweichbewegungen. Sie federt stärker ein, selbst wenn die Federn stärker vorgespannt wurden, und setzt in Kurven früher auf.
  • Das Beschleunigungsvermögen sinkt, Überholvorgänge dauern dadurch länger.
  • Die Bremswege werden meist länger, weil der Bremsdruck ungewohnt stark sein muss.
  • Die Seitenwindempfindlichkeit steigt.

Tips für den/die Sozius/a:

  • Gut festhalten! Und zwar am Fahrer - nicht irgendwo an einem Griff hinten!
  • Der Kopf befindet sich immer leicht versetzt zum Fahrer über dessen Schulter , da anderenfalls die Helme unausweichlich beim nächsten Bremsen aneinander stoßen.
  • Angst in einer - vermeintlichen - Gefahrensituation ? - Wichtig : Je gefährlicher es wird, um so ruhiger muss man bleiben. In einer ohnehin kritischen Situation den Fahrer durch Schreien oder Klammern abzulenken, erhöht lediglich die Gefahr und hilft nicht wirklich weiter. Wird es ganz schlimm, sollte man die Augen zumachen - wenn es sich nicht gut ausgeht, merkt man es ohnehin früh genug!
  • Angst vor Kurven ? - Vor der Kurve die Augen schließen ... der Sozius! Nicht der Fahrer! Brustbein an die Wirbelsäule des Fahrers bringen, die Kurve fühlen und es klappt schon besser.
  • Vor dem Absteigen nachfragen, ob es OK ist. Vielleicht hat der Fahrer noch nicht endgültig angehalten und fährt noch ein, zwei Meter vor, während der/die Sozius/a gerade vom Sitz rutscht.
  • Während der gesamten Fahrt bleiben die Füße des/der Sozius/a auf den Fußrasten. Erst herunternehmen, wenn der Fahrer es sagt!

 

 

Rechtliches - Kradfahrer muss Sozius/a vor Sprint warnen !

 

 

Ein Motorradfahrer handelt pflichtwidrig, wenn er plötzlich und ruckartig extrem beschleunigt, obwohl ihm bewusst sein muss, dass der auf dem Sozius sitzende Begleiter sich nicht ausreichend sicher an ihm festhält.
So hat das Kammergericht in Berlin entschieden. Komme es durch das Lossprinten zu einem Unfall, wobei der Mitfahrer auf die Straße stürze und verletzt werde, müssten sich allerdings beide Kradbenutzer - so die Richter - ein gleich hohes Verschulden anrechnen lassen: Der Motorradfahrer, weil er den Begleiter vor dem Beschleunigen rechtzeitig hätte warnen müssen. Eine Mitschuld treffe aber auch den Soziusfahrer, weil er sich nicht genügend festgehalten habe. (KG Berlin, 12 U 13195)

 

 

 

 

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