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Mit der Helmgröße allein kann man es nicht allen Köpfen recht machen - zu unterschiedlich sind die Kopfformen. Einen Helm sollte man also nicht ohne Anprobe kaufen, denn ein zu kleiner Hut kann rasende Kopfschmerzen verursachen, ein zu großer dagegen dämpft Stösse schlechter und kann im Extremfall bei einem Sturz sogar vom Kopf rutschen. Selbst wer sich den gleichen Helm nach zufriedenen Jahren noch einmal bestellen möchte, kann mit der alten Größe jetzt auf einmal Paßprobleme bekommen, zum Beispiel, wenn sich mittlerweile die Haarfülle verringert hat. Wer dagegen noch nie einen Helm besaß, kennt wahrscheinlich auch seine Helmgröße nicht.
Achtung: Gemessen wird über der Stirn, rund um den Schädel! Eine grobe Vororientierung ist das Messen des Kopfumfangs an der dicksten Stelle über den Ohren. Sind’s zum Beispiel 59 Zentimeter, ist die passende Größe eben 59. Jetzt gibt es aber keinen 59er Helm, sondern nur einen der Größe 58/59, was in den meisten Fällen der Angabe „L" entspricht. Um die Zuordnung etwas zu erleichtern: „XS" entspricht in der Regel 52/53, „S" 54/55, „M" 56/57, „L" 58/59, „XL" 60/61 und „XXL" 62/63. Die genannten Größen stellen auch das Lieferspektrum der meisten Helmhersteller dar. Wer eine kleinere oder größere Schale benötigt, wird zum Beispiel bei der Firma Schuberth fündig, hier sind Helme von 48/49 bis ungefähr 65 erhältlich.
Im Laden erfolgt zunächst die Trockenprobe: den Kopfschutz der Wahl aufsetzen, den Kinnriemen passend einstellen und schließen und dann den Kopf kräftig schütteln. Den aufgesetzten Helm mit beiden Händen anfassen und ein paar mal nach links und rechts drehen. Hierbei muss die gesamte Innenpolsterung so eng anliegen, dass der Kopf im Helm mitbewegt wird. Der Helm darf nicht merklich hin und her rutschen. Tut er’s doch, bringt es letzte Gewißheit, wenn sich ein oder zwei Finger zwischen Helmrand und Stirn schieben lassen - dann nämlich ist dieses Modell mindestens eine Nummer zu groß.Guter Schutz ist nur gewährleistet, wenn der Hut im Fall eines Falles nicht vom Kopf fliegt. Einfache Prüfung: Den hinteren Helmrand fassen und versuchen, ihn am Hinterkopf nach oben zu ziehen. Jetzt darf sich der Helm keinesfalls vom Kopf streifen lassen.Ob ein Helm zu groß ist, läßt sich also relativ leicht feststellen. Dagegen läßt sich nicht generell sagen, daß ein neuer Kopfschutz zu klein ist, nur weil er ein bißchen kneift. Hier muß die Innenausstattung des Helms, die sogenannte „Komfortpolsterung", mit in die Betrachtung einbezogen werden. Ist diese im Vergleich zu anderen Modellen recht dick, muß man davon ausgehen, daß sich die Polsterung im Lauf der Zeit noch setzen wird, der Helm innen durch das Eintragen also noch größer wird. Ist sie dagegen vergleichsweise dünn, wird sich die Polterung kaum noch setzen. Leichte Anpassungen an die individuelle Kopfform - zum Beispiel bei schmerzenden Druckstellen - kann man dadurch vornehmen, indem man das Styropor unter der Polsterung an den zwickenden Stellen etwas mit dem Daumen eindrückt. In Zweifelsfällen gilt also: Lieber den Helm etwas zu stramm als zu weit kaufen
Stichwort Fahren: Die Anprobe im Laden allein genügt nicht. Um beurteilen zu könen, was für einen Gesamteindruck der Helm hinterläßt, muß man unbedingt vor dem Kauf mit dem angepeilten Stück eine Probefahrt unternehmen. Erst hier zeigt sich definitiv, ob Sichtfeld, Lärmdämpfung und Tragkomfort optimal sind. Wie sich der Winddruck auswirkt und ob die Visiermechanik praxisgerecht ist.
Tipp : Ist eine Probefahrt nicht möglich, daran denken : Helme gibt es auch noch in anderen Läden zu kaufen.
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