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Oh Herr, laß mein Motorrad anspringen, ich bitt Dich sofort
Ich sitz´ herum zu lange schon an diesem Ort,
der Tank ist voll, auch´s Öl sollt´ stimmen
damit wieder jeden Paß ich kann erklimmen.
Oh Herr gib, daß die Wolken über diesem Tale hier
Nur Schatten spenden, das wünsch ich mir
Auf das ich sauber bleibe und adrett
Sonst find ich kein Quartier dann net.
Oh Herr, nur eine kleine Bitt´,
nimm nirgends mir den Vorrang nit,
die Andern die dort in den Autos sitzen wie die Ratten
bleiben leichter stehn – laß die doch warten.
Oh Herr, Du hast gesagt, ich weiß nicht wo,
stehende Kolonnen san´d nur für d´Autos do,
drum gib, daß keiner der do drinnen schwitzt
die Tür aufreißt, wann grad an ihm vorbei ich flitz.
Oh Herr, wenn Deine Macht ich hätt´
den Blitz tät´ schleudern ich in jedes Radarg´rät
und alle Fotos tät´ verderben ich sodann
daß man d´rauf, außer Honda, nichts mehr lesen kann.
Oh Herr, ich glaub Du hörst es selber schon
Mein Motor fangt zum Husten an
wie immer in der Einöd´, wird der Tank jetzt leer
wo nehm´ ich ohne Deine Hilfe jetzt a Tankstell´ her.
Oh Herr, ich hab´s schon g´sehn und danke Dir
Es winkt dort vorn ein Schild schon mir
a Tankstell mitten in der Landschaft voller Ruh´
was steht am Schild – Wir ham heut zu.
Oh Herr, ich dank – zumindest geht´s bergab
Es war ja g´locht wanns in dem Ort dort unt´ ka Tankstell gab.
Ich erreich den Ort mit Müh und Not,
schon hundert Meter vor der Tankstell war der Motor tot.
Oh Herr, ich füll nur mehr den Tank jetzt an
und hoffe, daß danach ein Quartier ich finden kann.
Was Gut´s zum Essen und a Bett ich nur mehr mag,
weil weiterfahr´n tu ich morgen – mit Deiner Hilf –
da ist auch noch ein Tag.
Quelle : MC Asperhoven
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