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Gut behütet - Ohne Helm ist der Tod ständiger Begleiter

 

 


 

 

Ein Helm erhöht die Sicherheit um ein vielfaches. Schwere Kopfverletzungen können bei zahlreichen Unfällen vermieden werden. Daher lautet die wichtigste Regel: Keinen Meter ohne Helm!  Überflüssig zu erwähnen, dass natürlich das Tragen eines Helms gesetzlich vorgeschrieben ist ;-).

Perfekte Passform, wenig Windgeräusche, hoher Tragkomfort, guter Unfallschutz, tolles Design - ein Motorradhelm muss vielen Ansprüchen genügen. Kopf ist schliesslich nicht gleich Kopf und Helm ist nicht gleich Helm! Den auf jeden Kopf perfekt passenden Helm gibt es nicht, zu unterschiedlich sind Kopfform, Kopfgrösse und die an den Helm gestellten Kriterien der einzelnen Rollerfahrer. Sorgfalt beim Helmkauf ist daher das beste Mittel für viel Fahrspass und Sicherheit über tausende von Kilometern !

 

 

Kleine Materialkunde - Thermoplast und Duroplast

 

 

Beim Kauf des Helmes ist sollte man hinsichtlich der verwendeten Materialien auf Namen wie Fiber, Carbon (Kohlefaser) oder Kevlar achten. Bei den Helmen handelt es sich um weitgehend in Handarbeit gefertigte Produkte, welche eine ausgezeichnete Langzeitstabilität bieten. Der Einsatz dieser hochwertigen Materialien macht den Helm unempfindlich gegen Witterungseinflüsse und Lösungsmittel und lassen den Helm, gute Pflege vorausgesetzt, ca. 5-8 Jahre leben. Ein weiterer Vorteil dieser Materialien kommt im geringen Gewicht des Helmes (1.200-1.500 Gramm) zur Geltung, was sich positiv auf Hals- und Nackenmuskulatur des Fahrers auswirkt. Dementsprechend sind diese Helme im mittleren bis oberen Preissegment zu finden.

  • Thermoplast-Helme
    Unter großer Hitze- und Druckeinwirkung wird zur Fertigung der Helmaußenschale Kunststoffgranulat in eine Form gespritzt. Grundmaterialien sind z. B. Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) und Polycarbonat (PC). Unlackiert reagieren diese Kunststoffe empfindlich auf UV-Strahlung. Daher werden üblicherweise UV- und lösemittelbeständige Lacke aufgetragen.
     
  • Duroplast-Helme
    Unter Zugabe von Harz und Härter werden bei der Herstellung mehrere Schichten von Glas- und Kohlefasermatten übereinander laminiert und verklebt. Auf diese Weise erreicht man eine hohe Stabilität bei größtmöglicher Flexibilität. Die Fertigung erfolgt überwiegend in Handarbeit hergestellt. Das Ergebnis ist eine hohe Belastbarkeit der Oberfläche dieser Verbundwerkstoffe – z.B. Aramidfaser (Handelsbezeichnung Kevlar, Twaron, Technora), Glasfaser (Handelsbezeichnung Fiberglass) und Kohlefaser (Handelsbezeichnung Carbon, Tenax) - sowie eine hohe Beständigkeit gegenüber Lösungsmitteln und UV-Strahlung. In der Fertigung verwendete Materialien sind z. B. Aramidfaser (Handelsbezeichnung Kevlar, Twaron, Technora), Glasfaser (Handelsbezeichnung Fiberglass) und Kohlefaser (Handelsbezeichnung Carbon, Tenax).

 

 

Wichtig für alle Helme

 

 

  • Foto : rp-onlineHelme müssen optimal passen, d.h., sie dürfen weder zu gross noch zu klein sein, um bei einem Sturz nicht vom Kopf zu rutschen. Daher nicht übereilt kaufen nach dem Motto “ Passt, wackelt und hat Luft “.
  • 2 oder 3 Helme in die Schlussauswahl einbeziehen und dann jeden davon ausprobieren. Mindestens je 10 Minuten. Machen Sie nicht nur den “Schütteltest”, sondern am besten eine kurzer Probefahrt. Auch dann muss der Helm noch angenehm und fest sitzen. Einige Händler bieten ihren Kunden sogar die Möglichkeit, den Helm vor dem endgültigen Kauf einige Tage zu testen.
     
  • Oftmals werden Helme zu gross gekauft. Der Helm muss jedoch eng am Kopf anliegen. Deshalb unbedingt genau probieren und hierbei beachten, dass sich das Innenfutter mit Sicherheit noch setzen wird. Prüfe bei offenem Kinnriemen, ob der Helm auf dem Kopf hin und her wackelt. Bei geschlossenem Kinnriemen Helm am Hinterkopf packen und nach vorne ziehen. Wenn er nach vorne rutscht ist er zu gross und fliegt im Falle eines Falles davon.
  • Auf präzise funktionierenden Verschluss achten. Dieser muss auch mit Handschuhenbedient werden können.
     
  • Checken, ob das Visier beschlagfrei und kratzfest beschichtet ist sowie über eine Feinbelüftung an der Unterkante verfügt. Eine Antifog - Beschichtung / Folie zögert das Beschlagen deutlich hinaus. Wenn das Visier verkratzt ist, muss es ausgetauscht werden.
    Getönte Visiere sehen cool aus, machen Nachtfahrten aber zum Blindflug. Sicherer ist daher ein klares Visier. Tip: Ein kleiner Spritzer Spülmittel, verteilt auf der Visierinnenseite, verhindert das Beschlagen.
  • Möglichst nur helle Helmfarben wählen. Immer öfter werden auch helme in Neonfarben angeboten. Zusätzliche Reflexstreifen sorgen für mehr Sicherheit bei Nacht.

 

 

Fun-Video Helmtest

 

 

 

 

 

Die gebräuchlisten Helmarten

 

 

 

 

 

 Jet- / City-Helm / Policehelm :
Beliebt bei Motorrollerfahren sind City-Helme mit kurzen Visieren oder Jethelme, die den Kopf seitlich umschließen und über ein Sonnenschild verfügen. Bei diesen Helmen sollte grundsätzlich mit Brille gefahren werden, da es auch bei geringer Geschwindigkeit durch auffliegende Steinchen zu bleibenden Schäden am Auge  kommen kann. Nachteil dieser Helme ist die ungeschützte Kinnpartie. Der unbestreitbar grössten Frischluftzufuhr steht hier das Fehlen eines Rundumschutzes entgegen. Weder die Gesichts- noch die Kinnpartie sind ausreichend gegen Witterung, Insekten und sonstige Fremdkörper geschützt. Fazit: Dieser Helmtyp gibt während der Fahrt sicherlich das grösste Gefühl von Freiheit. Er ist aber unter dem Sicherheits- und Schutzaspekt, und das ist nun mal der Sinn des Helmtragens, die schlechteste Variante.

 

 

 Integralhelm :
Wer auf  Nummer Sicher gehen will, legt sich daher besser einen Integralhelm zu. Der Integral-Helm bietet den besten Rundum-Schutz, was auch aus den Unfallstatistiken deutlich hervorgeht. Optimaler Schutz von Kopf- und Kinnbereich dank steifer Verbindung der beiden Seitenpartien. Der Integral-Helm ist das ganze Jahr hindurch angenehm zu tragen. Unbedingt zu beachten ist beim Kauf, dass er über ein kratzfestes und helles Visier verfügt. Ein getöntes Visier sieht zwar "scharf" aus, die Tönung kann aber während der Dämmerung und in der Nacht die Sicht  beeinträchtigen. Durch eine Antibeschlag-Beschichtung wird bei kaltem oder feuchtem Wetter das Beschlagen des Visiers verhindert. In der Regel wenig Wind- und Umweltgeräusche dank Rundumkapselung des Kopfes. Nachteile: im Vergleich zum Jet- oder Klapphelm weniger Fahrtwindkühlung möglich und für Brillenträger umständliches Handling beim Aufsetzen/Absetzen des Helms bzw. der Brille.

 

 

 Klapphelm :
Kompromiss zwischen Jet- und Intergralhelm. Der Klapp-Helm ist die jüngste Entwicklung im Bereich des Kopfschutzes. Bei diesem Helm-Typ lässt sich der  "Kinnschutz" mitsamt dem Visier mit nur einem Handgriff nach oben klappen. Während der Fahrt muss das Kinnteil mit dem Visier geschlossen sein, um den  gleichen Schutz wie ein Integral-Helm zu bieten. Die praktischen Aspekte des Klapp-Helms sind beachtlich. Ohne den Helm abzusetzen können diverse  Tätigkeiten, wie zum Beispiel mit Freunden sprechen, trinken, essen, küssen oder eine Zigarette rauchen, ausgeübt werden. Gerade für Brillenträger ist ein Klapp-Helm ein Segen, wird das  Auf- und Absetzen doch sehr erleichtert. Ideal bei Fahrten im Stop-and-go-Verkehr und bei grosser Hitze. Bei Fahrten zu Zweit bessere Kommunikation möglich als mit Vollvisierhelm.

 

 

Einbau eines Helmsets ( Funk )

 

 


Damit auch die Kommunikation mit der Sozia / dem Sozius nicht leidet, finden Sie hier eine Einbauanleitung im Technikbereich...

 

 

Gesetzliches

 

 

Ein Motorradhelm ist gesetzlich Pflicht.

  • “Gem. § 21a Absatz 2 StVO haben Führer von Krafträdern oder offenen drei- oder mehrspurigen Kraftfahrzeugen mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 20kmh sowie Personen, die auf oder in ihnen mitfahren, während der Fahrt einen amtlich genehmigten Schutzhelm zu tragen.
    Neben dem Motorroller betrifft dies somit auch Motorräder, Chopper, Trikes sowie Quads.
    Dies gilt nicht, wenn ein vorgeschriebener Sicherheitsgurt angelegt ist (Anm.: z.b. bei Trikes)
     
  • Gesetzlich vorgeschrieben ist in Deutschland lediglich ein angemessener Helm.

    Achten Sie auf diesen
    Stoffaufnäher im Helm: Er zeigt, dass der Helm nach Norm ECE R22 geprüft und zertifiziert ist.

    Früher mussten Helme mit einem entsprechenden ECE-Prüfzeichen versehen sein. Diese strenge Regelung ist mittlerweile jedoch mittlerweile aufgehoben. Es sind daher auch andere Prüfzeichen zulässig. Der Helm muss dabei eine entsprechende Schutzwirkung für den gesamten Kopf- und Nackenbereich garantieren. Grundsätzlich können hierzu auch die sogenannten 3/4-Helme zählen, nicht jedoch sogenannte Braincaps.

 

 Verstösse gegen die Helmtragepflicht

 

Das können die Folgen sein :

  • Fahrer / Mitfahrer ohne Helm i. d.R: 15 Euro
    Kind / Kinder ohne Helm mitgenommen: 60,- Euro + 1 Punkt
    mehrere Kinder ohne Helm befördert: 70,- Euro + 1 Punkt
     
  • Fahrer oder Mitfahrer tragen im Falle eines Verkehrsunfalls eine Mitschuld, wenn entsprechende Kopfverletzungen entstanden sind. (Stand 01.01.2018)

 

 

 

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