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Was tun wenn`s kracht ?

 

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Bild : IFZJährlich sind in Deutschland über 600.000 Kraftfahrer an Unfällen mit Personenschaden beteiligt. Bei dieser großen Zahl muss auch ein  Rollerfahrer damit rechnen, auch selbst in einen Unfall verwickelt zu werden.
Ob einem als Unfallopfer dann schnell und zuverlässig geholfen wird, hängt davon ab, ob die sogenannte Rettungskette funktioniert :

  • Sofortmaßnahmen
  • Notruf
  • Erste Hilfe
  • Rettungsdienst
  • Krankenhaus

Es kommt als darauf an, dass jeder Verkehrsteilnehmer als Ersthelfer die ersten drei Glieder der Rettungskette - bis zum  Eintreffen des Rettungsdienstes - durchfühern kann.

Hinweis : Wer erste Hilfe leistet ist rechtlich geschützt. Befürchtungen, beim Misslingen einer  Erste-Hilfe-Aktion Schadenersatz leisten zu müssen oder gar wegen “ falscher “ Hilfeleistung belangt zu werden, sind grundlos !

 Verhalten bei Unfällen :

  • etwa 10 m vor der Unfallstelle rechts am Fahrbahnrand, Bürgersteig oder Autobahnstandspur anhalten.
  • Ruhe bewahren !
  • Unfallstelle absichern. Warndreieck in einer Entfernung von 50 m in geschlossenen Ortschaften, 100 m auf Landstraßen und 200 m auf Autobahnen aufstellen.
  • Nachfolgenden Fahrzeuge durch Auf- und Abwärtsbewegungen der Arme warnen, nachts entsprechend mit Taschenlampe !
  • den Weg für Rettung (Feuerwehr) freihalten.
  • bei Bedarf Unfallstelle mit Fahrzeuglicht ausleuchten.
  • Feststellen, ob es Verletzte gegeben hat. Falls ja, direkt helfen. Auch andere Verkehrsteilnehmer zur Mithilfe auffordern.
  • brennende Fahrzeuge (Personen) löschen (Feuerlöscher, Decke,... . Da Rollerfahrer diese kaum mithaben werden, hilft hier auch die Jacke ! )

Personen bergen :

  • wenn Gefahr besteht (Brand, Bewusstlosigkeit), muss der Verletzte aus dem Fahrzeug geborgen werden.
  • Tür öffnen - notfalls mit Gewalt - und Motor sofort abstellen. Schlüssel stecken lassen.
  • Sicherheitsgurt lösen und Sitz weitmöglichst zurück schieben.
  • darauf achten, dass die Beine nicht eingeklemmt sind (oder werden).
  • Verletzten an der fernen Hüfte und dem nahen Knie anfassen und mit dem Rücken zur Tür drehen.
  • Verletzten vorsichtig ggf. unter Mithilfe anderer Person herausziehen.
  • in sicherer Entfernung ablegen und möglichst zudecken.
  • Notfall melden !!

Notfall - Meldung : Die 5 W - Regel

  • Wo geschah der Unfall -möglichst genaue Ortsangabe
  • Was ist geschah ? - Kurze Notfallbeschreibung
  • Wieviele Verletzte brauchen Hilfe ?
  • Welche Arten der Verletzung liegen vor ?
  • Wer meldet ? Angabe des eigenen Namens, evtl. der Tel.-Nummer.

Solange am Telefon oder Notrufmelder bleiben, bis die Leitstelle das Gespräch beendet ! Siehe hierzu auch : Unfall - was nun ?


 Lebensfunktionen kontrollieren :

  • Verletzten ansprechen, anfassen und feststellen ob er bewusstlos ist
  • erfolgt keine Reaktion, den Mund-Rachen-Raum auf Fremdkörper prüfen (Gebiss, Kaugummi, Erbrochenes,...) und diese entfernen
  • an Kinn und Stirn fassen und den Kopf nach hinten legen (Hals überstrecken)
  • Atmung prüfen (am Besten die eigene Wange dicht über Mund oder Nase des Verletzten halten - wer hat schon immer einen Spiegel dabei ? )
     

Helm abnehmen :

 Ist der Verletzte bewusstlos und trägt einen Helm, muss dieser auf Grund der bestehenden Erstickungsgefahr abgenommen werden (siehe auch : Helm abnehmen...).  Alle Meldungen und Schauergeschichten die man in diesem Zusammenahng so hört, können getrost vergessen werden und gehören in das Reich der Fabel ( wie kann einem beim Abnehmen des Helmes plötzlich der Kopf  auseinanderplatzen ? Wenn so schwere Kopfverletzungen vorliegen würden, wäre vom Helm nicht mehr viel da zum Abnehmen! ).

  • Wenn immer möglich, eine zweite Person um Hilfe bitte (alleine ist es nicht ganz so einfach)
  • Verletzten ansprechen
  • Helfer 1 befindet sich hinter dem Kopf des Verletzten und fasst mit beiden Händen Helm und Unterkiefer des Verletzten. So sorgt er für eine Streckung des Halses und zugleich einer Stabilisierung des Kopfes
  • Helfer 2 befindet sich seitlich des Kopfes, er öffnet Visier und Kinnriemen und entfernt eine ev. vorhandene Brille

Es empfiehlt sich, im Fachhandel die verschiedensten Schließmechanismen der einzelnen Modelle  anzusehen! Wenn du selbst ein außergewöhnliches Modell verwendest, solltest du die im Fachhandel erhältlichen Aufkleber verwenden, die auch einem Laien zeigen, wie dein Helm zu öffnen ist!

  • nun übernimmt Helfer 2 die Stabilisierung des Kopfes und die Streckung des Halses, indem er rechts und links den Hals stützt und dabei die Finger weitmöglichst unter die Helmschale steckt
  • Helfer 1 zieht nun die Helmschale auseinander und zieht den Helm nach oben ab
  • dann übernimmt Helfer 1 wieder die Stabilisierung des Kopfes und die Streckung der Wirbelsäule
  • nun sofort die Atmung kontrollieren - gegebenenfalls mit der Beatmung beginnen
  • ist die Atmung vorhanden, den Verletzten in eine stabile Seitenlage bringen.

     

    Stabile Seitenlage :
  • einen Bewusstlosen niemals auf dem Rücken liegen lassen.
  • die Lagerung muss so erfolgen, dass Speichel, Blut oder Erbrochenes aus dem Mund abfliesen können und die Zunge nicht die Atemwege verlegen kann
  • den nahen Arm gestreckt so weit wie möglich unter den Körper schieben
  • das nahe Bein beugen und den Fuss an das Gesäß stellen
  • nun die ferne Schulter und Hüfte greifen und vorsichtig zu sich ziehen
  • den nun unter dem Körper liegenden Arm nach hinten etwas hervorziehen
  • Kopf nackenwärts beugen, das Gesicht nach unten drehen, Mund muss geöffnet sein
  • die Finger der nahen Hand des Verletzten unter seine Wange legen
  • Verletzten zudecken
  • ständig Atmung und Puls kontrollieren
  • auch wenn der Verletzte aufwacht, ihn in dieser Lage belassen
  • bei Atemstillstand muss sofort beatmet werden.

Schock :

  • Feststellen, ob der Kreislauf gestört ist und/oder der Verletzte einen Schock hat. Ein Schock kann zusätzlich zu einer äußeren Verletzung auftreten oder auch ohne sichtbare äußere Verletzungen.
  • Blasse, feuchte, kühle Haut, Schweißbildung auf Stirn oder Oberlippe, Frieren, kaum fühlbarer schneller Puls sind deutliche Hinweise auf einen Schock. Aber ebenso Unruhe, Nervosität und Angst.
  • Oberkörper und Kopf flach hinzulegen. Die Beine etwas anheben.
  • Zuspruch geben und sie/ihn beruhigen.
  • nichts zu trinken geben, nicht rauchen lassen.
  • Kommt es zu schwerer Atemnot, muss er mit erhöhtem Oberkörper gelagert werden
     

 

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